Homeschooling am Gymnasium Überlingen

Luisa Auer:
„Das Homeschooling begleitet uns jetzt schon fast ein Jahr. Dennoch hat sich einiges geändert, und diese Änderungen finde ich persönlich auch sehr gut.

Zum einen sollten wir froh sein, ein so gutes Hilfsmittel wie MS Teams in Zeiten von Corona zu haben. Ohne diese Plattform wäre vieles schwieriger. Auch wenn sich viele, nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer, mit der Plattform anfangs schwergetan haben und nicht mit allem gut zurechtkamen, kennt sich mittlerweile jeder gut aus. Eine große Hilfe beim Erlernen des Umgangs mit MS Teams bekamen wir alle von Herrn Weislogel zur Verfügung gestellt.

Aufgrund dieser App fällt es uns Schülern auch leichter, den neuen Stoff besser zu verstehen. Durch die Videositzungen wird uns Schülern, wie im normalen Unterricht, der neue Stoff vom Fachlehrer gut erklärt und wir lernen trotz der Umstände alles. Die meisten Schüler finden dies auch oft besser, als einen seitenlangen Text mit Aufgaben zu bekommen und zu bearbeiten.

Durch die Aufgabenfunktion, die im letzten Schuljahr nicht oft genutzt wurde, sehen wir Schüler jetzt, wann wir welche Aufgaben abgegeben müssen. Dies ist einer der Punkte, die ich persönlich besser finde, da ich und wahrscheinlich viele andere Schüler schnell den Überblick verloren haben. Ebenso verhält es sich mit dem Kalender, mit dem die Lehrer die Online-Sitzungen bekanntgeben. So behält man den Überblick und weiß genau, welche Sitzungen wann stattfinden.

Neu ist auch, dass in diesem Schuljahr die Hausaufgaben, die den Lehren geschickt werden müssen, benotet werden dürfen. Eine wichtige Voraussetzung für das Lernen, denn viele Schüler haben bestimmt im letzten Schuljahr ihre Hausaufgaben auch mal nicht gemacht oder von anderen abgeschrieben. Nun strengen sich alle wieder mehr an, da sie wissen, dass sie durch gute Leistungen ihre Noten verbessern können.“

Stella Rieke-Zapp:
„Jeden Morgen starten wir um 7.50 Uhr mit dem Homeschooling, was ein bisschen Struktur in den Tag bringt. Natürlich haben wir alle mal Probleme, weil wir kein Internet haben oder das Mikrofon nicht geht, aber wenn es klappt, ist es doch ganz schön, die Klassenkameraden und die Klassenkameradinnen über die Kamera zu sehen, ohne Maske. Meine Klasse hat sogar ein eigenes Team erstellt, wo wir Fragen zu den Aufgaben und technische Probleme in der Klassengemeinschaft klären können. Durch den Online-Unterricht sitzen wir zwar viel mehr am Bildschirm, aber das gleicht sich wieder aus, da wir in meiner Familie öfter zusammen eine Runde spazieren gehen. Das zeigt uns, dass wir auch jetzt noch zusammenhalten können.“

Xenia Rieke-Zapp:“
Corona hatte nicht nur auf unseren normalen Alltag außerhalb der Schule, sondern auch auf unseren Alltag innerhalb der Schule Auswirkungen. Diese Auswirkungen waren aber nicht immer negativ, das zeigt zum Beispiel, was für eine Organisation man braucht. Auch Freundschaften unter uns haben sich verstärkt, ,, Schick mal das“, ,,Hilfst du mir mal da“, durch die Gruppenarbeit in den abgeriegelten Onlineräumen konnte man sich auch viel mehr konzentrieren und selbst einbringen. Obwohl nicht immer alles glatt lief, bleibt gestärktes Teamwork an unserer Schule sicher auch nach dieser Phase bestehen.“