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personenzentrierte Beratung, LRS, Klassenstufen 5 + 6

Was ist LRS?

LRS bezeichnet eine anhaltende Schwierigkeit im Lesen und/oder Rechtschreiben, die unabhängig von der allgemeinen Begabung auftreten kann.

Wie wird ein Förderbedarf festgestellt?
Stellt eine Lehrkraft oder ein Elternteil Lese- oder Rechtschreibschwierigkeiten fest, wird zeitnah eine Klassenkonferenz einberufen. Diese entscheidet über Förderbedarf und geeignete Maßnahmen.
Was ist ein Nachteilsausgleich?

Der Nachteilsausgleich soll bestehende Beeinträchtigungen ausgleichen, ohne die Leistungsanforderungen zu verändern. Mögliche Maßnahmen sind:

  • Zeitverlängerung bei Klassenarbeiten
  • Einsatz technischer und didaktischer Hilfsmittel
  • Angepasste Arbeitsmaterialien
  • Ein Zeugnisvermerk erfolgt nicht.
Was bedeutet Absenkung des Anforderungsprofils?

Dabei wird die Leistungsbewertung an den individuellen Lernstand angepasst, z. B. durch:

  • stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen
  • zeitweisen Verzicht auf die Bewertung der Rechtschreibung auch in anderen Fächern
  • Ein Zeugnisvermerk ist erforderlich.

  • In Abschlussklassen ist diese Maßnahme nicht möglich.

Wie werden die Entscheidungen getroffen?

Die Klassenkonferenz entscheidet mehrheitlich. Die Beschlüsse sind für alle Lehrkräfte verbindlich und werden protokolliert.

Für welche Klassen gibt es LRS-Förderkurse?

Die LRS-Förderung richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6, in Ausnahmefällen auch an Klasse 7.

Wie läuft die LRS-Förderung ab?
  • Klasse 6: Förderung im 1. Halbjahr

  • Klasse 5: Förderung im 2. Halbjahr

  • Förderung in Kleingruppen (8–10 Schüler/-innen)

  • Umfang: 8 Doppelstunden

Die Auswahl erfolgt über eine Rechtschreibdiagnose sowie pädagogische Einschätzung der Lehrkräfte.

Werden Eltern einbezogen?

Ja. Bei ausreichendem Interesse findet ein Elternabend statt, um die Förderung gemeinsam mit dem Elternhaus optimal zu gestalten.

Gunda Kattentidt

Simone Seelhorst