Neubau unseres Gymnasiums
Nach über zehn Jahren Diskussionen, Gutachten, Vorplanungen und Gremienbeschlüssen steht seit November 2024 fest, dass das Architekturbüro Schaudt Architekten aus Konstanz den Realisierungswettbewerb zum Neubau des Gymnasiums gewonnen hat. Seit Mai 2025 wird intensiv geplant: In nachhaltiger Holzbauweise werden zwei miteinander verbundene Kuben entstehen, die über eine Brücke mit dem bestehenden und zu sanierenden Nebengebäude verbunden werden.
Das neue Hauptgebäude wird auf der Fläche der alten Sporthalle, des Hartplatzes und eines Teils des Schulhofes errichtet. Das sehr gut durchdachte pädagogische Konzept wird vom Architektenteam, den Fachplanenden und der Stadt als Schulträger stimmig und kostenbewusst umgesetzt. Das neue Hauptgebäude sieht für jede Klassenstufe von Klasse 5 bis zum Abitur altersgerecht gestaltete, helle Jahrgangscluster (also eigene Bereiche über ein halbes Stockwerk) vor. Nach Jahrzehnten der Raumnot wird es dann für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums endlich ausreichend und pädagogisch zeitgemäß gestaltete Räume geben.
Diese ermöglichen eine moderne pädagogische Arbeit auch in Differenzierungsräumen ebenso wie eine angenehme Atmosphäre auch für Ganztagsangebote. Im Erdgeschoss finden sich verschieden zonierbare Veranstaltungsräume, Platz für demokratische Foren und eine ansprechende Mensa mit Außenbereich. Die Bildende Kunst, Musik und Theater finden als Fachbereiche hier inspirierende Räume innen und außen. Ebenso sind das Kollegium, die Schulleitung und die Verwaltung leicht erreichbar und verfügen über angemessene Arbeitsräume.
Das neue Hauptgebäude soll zum Schuljahr 2030/31 eingeweiht werden. Anschließend wird das Nebengebäude saniert und zum naturwissenschaftlichen Trakt einschließlich des Schülerforschungszentrums umgebaut. Auch hierzu gehört ein Außenbereich, der besonders für den Biologieunterricht genutzt werden wird. Das Nebengebäude soll nach zweijähriger Umbauzeit zum Schuljahr 2032/33 bezogen werden.
Idealerweise läuft parallel die energetische Sanierung der Realschule, während der voraussichtlich zumindest ein Teil des dortigen Unterrichts im bisherigen Hauptgebäudes des Gymnasiums stattfinden wird. Laut Bescheid des Kultusministeriums muss spätestens zwei Jahre nach Fertigstellung des Nebengebäudes das alte Hauptgebäude abgerissen werden. Dann wird auf dieser Fläche der neue Schulhof mit Bewegungsangeboten und einem Klimawäldchen dieses großartige Projekt abschließen. Dann wird der Schulcampus eine großartige Lern- und Lebensatmosphäre bieten – primär für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ebenso wie deren Lehrerinnen und Lehrer und die weiteren Beschäftigten. Darüber hinaus werden beispielsweise Vereine und zahlreiche Menschen in der Stadt außerhalb der Unterrichtszeiten von neuen Möglichkeiten profitieren.



Prägende Elemente sind insbesondere:
- altersgerecht zu gestaltende, helle Jahrgangscluster mit jeweils eigenen Differenzierungsflächen für unterschiedliche Arbeitsweisen
- funktionsfähige Fachcluster einschließlich des Schülerforschungszentrums so im Nebengebäude zusammengefasst, dass Synergien genutzt werden können, ausreichend Platz besteht und Zugänge zu unterrichtlich nutzbaren Außenflächen besteht
- verschiedene Lern-, Arbeits- und Kommunikationsräume
- leicht erreichbarer Pädagogen- und Verwaltungsbereich mit guten Arbeitsbedingungen
- ein Erdgeschoss, das in herausragender Weise für Musik, Theater, (außer-) schulische Veranstaltungen in verschiedenen Kombinationen genutzt und zum Freigelände geöffnet werden kann sowie die Mensa einbezieht
- integrierter Ganztagsbereich
- Zugänge von außen zu einzelnen Räumen ermöglichen eine Nutzung auch außerhalb der Unterrichtszeiten
- nachhaltige Holzbauweise mit begrünten Dächern einschl. Photovoltaik, Nutzung von Geothermie zur Heizung und Kühlung, gute Tageslichtnutzung durch Fenster und Lichthöfe bei angemessenem Sonnenschutz, vielfältige naturnah angelegte Freiflächen
- Eingänge von Norden und Süden mit „kiss and ride“-Zone
- ausreichend viele Parkplätze für Fahrräder und PKW

V.l. Hans Weber (Schulleiter Gymnasium Überlingen), Florian Hagmüller (Geschäftsführer Schaudt Architekten GmbH) und OB Jan Zeitler mit dem Siegerentwurf. Foto: Stadt Überlingen