Erster Verkauf von Fair-Trade-Produkten

„Wir wollen Fair-Trade-School werden“ steht auf einem der Plakate am Stand der Fair-Trade-AG am Ausrufezeichen.
Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, verkauften Mitglieder der Fair-Trade-AG am Elternsprechtag (26. Februar 2016) und am Mittwoch, den 2.März 2016, Fair-Trade-Produkte an Eltern und Schüler.
Alle Produkte stammen aus dem Weltladen in Überlingen, in dem es seit nunmehr 30 Jahren faire Produkte zu kaufen gibt. Der Erlös ging zu hundert Prozent zurück zum Weltladen und fließt somit zu hundert Prozent in faire Projekte.
Dieses Projekt ist das erste umgesetzte Projekt der erst in diesem Schuljahr gegründeten Fair-Trade-AG, weitere Projekte und Verkäufe werden geplant.
Zunächst einmal war es wichtig, jedem Mitglied der Schule die Möglichkeit zu bieten, Fair-Trade-Produkte zu kaufen. Während im Lehrerzimmer schon seit einiger Zeit ein Korb mit Produkten aus dem Weltladen den Lehrern die Möglichkeit dazu bietet, war dies der erste Verkauf für Schüler und Eltern.
Das Angebot fand großen Anklang, ob getrocknete Mangos, Gummibärchen oder faire Schokoriegel, für jeden Geschmack fand sich das Passende und die Mitglieder der Fair-Trade-AG sind sehr zufrieden mit dem Erfolg ihrer Aktion.

Christin Nothnagel

„Wir machen den Unterschied“

Unter diesem Motto stand das diesjährige und sechste „Jugendforum zur Entwicklungspolitik“ der SEZ (Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit).
Zehn interessierte Schüler des Gymnasiums machten sich zum Veranstaltungsort Europapark Rust auf, um sich dort mit vielen anderen Schülern zu informieren, miteinander zu diskutieren und neue Ideen zu sammeln.
Schon auf der Busfahrt wurde eifrig diskutiert und es wurden Ideen, Erfahrungen und Wünsche über Fair-trade, Nachhaltigkeit und vieles mehr ausgetauscht.
Die Themen des Jugendforums verteilten sich auf fünf verschiedene Workshops und auch unsere kleine Gruppe teilte sich auf, um die ganze Palette an spannenden Themen abzudecken.

Fairer Welthandel, ein Thema, das besonders gut zu der Arbeit der Fair-trade-AG am Gymnasium passt. Wie sehen die Konsequenzen unseres Konsums aus und was sind unsere Handlungsmöglichkeiten?
Ein zweiter Workshop beinhaltete eines der wohl aktuellsten politischen und in unserem Leben präsenten Themen. Dieser Workshop diente dazu, Asylgesetze, Fluchtbewegungen und die Gründe und Ursachen für eine Flucht besser zu verstehen und sich Gedanken, vor allem über den menschlichen Aspekt, zu machen.
„In Deutschland wirft jede Person im Schnitt 82 kg Lebensmittel pro Jahr in den Müll. Gleichzeitig leidet weltweit ein Sechstel der Bevölkerung an Hunger“. Ein Zitat aus Workshop drei, der sich mit den Folgen unseres Lebensstils und der globalen Ungerechtigkeit befasste und somit in erster Linie damit, wie wir selbst aktiv werden können.
Ein weiterer Workshop richtete sich an die älteren Schüler unter uns, die sich auch nach dem Abi noch engagieren wollen und dies vielleicht sogar im Ausland umsetzen wollen. Für diese Schüler brachte der Workshop eine Struktur in das Wirrwarr von Angeboten im Netz und ermöglichte uns sogar einen Gedankenaustausch mit ehemaligen Freiwilligen.
„Mit Kleidung die Welt Fairbessern“, so der Titel des letzten Workshops. Hier wurde diskutiert, was die Produktion von Textilien alles mit sich bringt und wie man selbst durch die Auswahl seiner Kleidung die Welt ein Stück besser machen kann.

Dass man sich mit diesen Themen auch künstlerisch auseinandersetzen kann, zeigte uns zum Abschluss die Schülertheatergruppe „ SHINEwerfer“ in vielen kleinen Szenen mit dem Titel „Das Meer ist voll“.
Nach diesem arbeits-und informationsreichen Tag hatten wir dann sogar noch für zwei Stunden die Möglichkeit, den Europapark zu nutzen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Auch hier hat sich wohl der ein oder andere gefragt, wie Nachhaltigkeit und Fairness in einem Freizeitpark aussehen mögen.

Von Hanna Rosebrock