Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich darf Sie hiermit herzlich willkommen heißen zum diesjährigen Romfahrtbericht der Lateinklassen 9 des Gymnasiums Überlingen. Ich werde mich im Ganzen hier relativ kurz halten, was die Beschreibung der einzelnen Anhaltspunkte betrifft, denn darüber kann man sich im Neuland genug erkundigen. Dafür gibt es aber klassenintern mehr zu hören. Und jetzt viel Spaß!

Sonntag, 23.04. Tag der Anreise
Am Sonntagmorgen traf sich die ganze Klasse um 9:30 Uhr an der Bushaltestelle zur Abfahrt und es lag schon ein guter Geruch von Aufregung in der Luft, abgesehen von der allgemeinen Schlaftrunkenheit. Der Bus kam und so fuhren wir gut zwei Stunden zum Flughafen nach Stuttgart. Dort angekommen suchten wir unser Gate, danach ging jeder nochmal machen, was er gerade so musste oder wollte. Essen gehen oder sich über die absurden Preise beschweren, Toiletten suchen oder das kostenlose Flughafen-WLAN nutzen. Der Flug dauerte dann gut eine Stunde und wie kamen gegen Mittag in Rom an, wo uns ein Bus nach Termini zum Hotel brachte. Dort wurden die Schüler auf die einzelnen Zimmer aufgeteilt und begutachteten diese sogleich. Danach ging‘s los, um die Gegend zu erkunden. Während manche warteten, bis die gesamte Gruppe zum nahen Supermarkt gehen würde, gab es Spezialisten, die sich schnell einmal irgendwo Wasser für 2,50€ kauften, kostet im Supermarkt ja nur 18ct den Liter. Nach der gemeinsamen Supermarktbesichtigung ging es noch zu einem kleinen Spaziergang zur Fontana di Trevi, inklusive nettem Vortrag. Daraufhin schwärmten die Schüler auf Suche nach Nahrung aus. Als abends alle wieder im Hotel waren, gab es eine supertolle Überraschung, denn die Toiletten auf den Zimmern waren nicht abschließbar. Nice! Naja, auf jeden Fall war dann gegen 24 Uhr auch alles ruhig. Day 1 was over.

Montag, 24.04. 1. Tag in Rom
Die Freude, am nächsten Morgen aufzustehen und nicht in die Schule zu müssen, war – glaube ich – jedem anzusehen, denn alle waren beim morgendlichen Frühstück sehr gut gelaunt. Aber keine falsche Müdigkeit vortäuschen, wir haben volles Programm. Am Vormittag besuchten wir unterschiedliche Plätze in Rom „Downtown“, wie zum Beispiel den Elefanten von Bernini, das Pantheon oder die Piazza Navona. Natürlich waren wir ja in Rom, um auch etwas zu lernen! Deshalb gab es an jeder Station einen kleinen, aber feinen Vortrag eines Mitschülers über jene Sehenswürdigkeit. In der Mittagspause gingen die einen in eine Eisdiele oder ein nettes kleines Café, während andere den McDonalds um die Ecke bevorzugten. Schmeckt ja sowieso überall gleich. Am Nachmittag fuhren wir, wenn auch etwas holprig, zu den Kallixtus Katakomben etwas außerhalb der Stadt. Dort hatten wir eine interessante, wenn auch zu kurze Führung, und viele Schüler fanden sich in einem ihrer Videospielszenarien wieder. Einfach nur toll! Doch der Mittag war ja noch jung. So gingen wir noch zu den Kirchen San Giovanni in Laterano und St. Maria Maggiore, wo der ein oder andere fast wegen versehentlich mittransportierten Scheren aus dem Verkehr gezogen worden wäre. Dann ging‘s wieder auf Essensuche und Tag zwei war vorbei.

Dienstag, 25.04. 2. Tag in Rom
Der Dienstag begann etwas früher als der Montag. Die fehlende halbe Stunde machte mehr Leuten Mühe, als man glauben mochte, aber nicht schlappmachen: Heute geht’s in die Vatikanischen Museen. Dort angekommen erhielten wir eine Führung, bei der wir eine Art Walkman dabei hatten, um unsere Führerin besser zu verstehen. Es kam sehr viel Geschichte und Kunst dran, mehr als in einer Schulstunde unterzubringen wäre. Am Ende gelangten wir in die Sixtinische Kapelle, zu der ein Wort der Beschreibung eigentlich reicht: SILENCIO! Anstatt Mittagspause gab es dieses Mal noch einen Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms mit Megaaussicht. Doch Pause gab‘s danach keine: Es ging weiter: zum Hadriansmausoleum, der Ara Pacis und schlussendlich mit schmerzenden Füßen zu den Caracalla-Thermen und dem Circus Maximus. Und auch wenn man vielleicht Gestöhne über das viele Laufen hörte, waren alle doch immer gut dabei. Am Abend im Hotel waren nämlich alle wieder fit und am Toben.

Mittwoch, 26.04. 3. Tag in Rom
Nach einer doch ganz ruhigen Nacht sind alle am nächsten Morgen ganz ausgeschlafen und starten wieder frisch in den Tag mit einem Abstecher zur Trajanssäule, dem Monumentum Vittorio Emanuele II. und dem Kapitol. Anschließend gingen wir auf das Forum Romanum, dem Herzstück des antiken Rom. Riesig und sehr eindrucksvoll, abgesehen von den überschwemmten WCs und dem überall aufwirbelnden Sand. Nach einigen Präsentationen und vielen Gebäuden und Wahrzeichen machten wir eine kleine Pause. Dann noch Zack zum Konstantinsbogen und dem Kolosseum und schon war der Tag vorbei. Früher als geplant. Dafür ging abends vor allem in der männlichen Fraktion des Hotels mächtig die Post ab, bis dann aber Schlafenszeit war. Gute Nacht.

Donnerstag, 27.04. Letzter Tag in Rom
An unserem letzten Tag in der italienischen Hauptstadt machten wir einen kleinen Ausflug aufs Land. Genauer gesagt zur Villa Hadriana. Leider wollte das Wetter anfangs nicht mitspielen. So kam es, dass der ein oder andere mit nassen Füßen durch den Tag stiefelte. Juhu Wasser! Doch glücklicherweise waren die Götter uns wohlgesonnen und so kam mittags doch noch die Sonne heraus. Wir machten eine schöne kleine Wanderung nach Tivoli, wo wir dann auch, begleitet von strömendem Regen, die Villa d’Este besuchten. Am Abend nach der Rückkehr ging dann noch ein Großteil der Schüler mit den Lehrern essen. Und so klang der letzte Tag nochmal gut aus.

 

Freitag, 28.04. Heimreise
Sind wir ehrlich, jeder weiß, wie eine Abreise funktioniert, und keinen interessiert, wie wir packen und wieder nach Hause gehen. Deshalb nur eine Sache: Aufgrund eines Staus hielten wir auf der Rückfahrt von Stuttgart nach Überlingen an einem Penny und der ein oder andere warf noch schnell sein Restgeld zum Fenster raus. Tschüss. Wir kamen gegen Abend an und waren schon fast etwas traurig, wieder in den normalen Alltag zurück zu müssen. Rom war klasse und ich hoffe, ich konnte Ihnen das hier gut verdeutlichen.

 

Wie gesagt, kurz gehalten bzw. so kurz es geht. Nun sind wir am Ende und ich hoffe, es ist alles zu Ihrer Zufriedenheit. Bitte bleiben sie angeschnallt, bis die Maschine gelandet ist und auf Wiedersehn!

Joshua Biedermann, Klasse 9a