Wie würden Sie Ihre Schule gestalten, wenn Sie sie selbst bauen könnten? Welche bildungswissenschaftlichen, pädagogischen und psychologischen Befunde stützen dabei die verschiedenen räumlichen und organisatorischen Gestaltungsmöglichkeiten? Diesen und weiteren Fragen zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse auf konkrete Anwendungsfelder in der schulischen Praxis widmete sich unser Seminar im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Gymnasium Überlingen (OSD Hans Weber) und der Universität Konstanz (Prof. Dr. Axinja Hachfeld und Prof. Dr. Tobias Kärner, Juniorprofessuren für Unterrichtsforschung und Wirtschaftspädagogik mit den Schwerpunkten Heterogenität).
Das Gymnasium Überlingen befindet sich derzeit in der Planungsphase eines neuen Schulgebäudes, die architektonische, organisatorische als auch pädagogische Fragen neu aufwirft und zur Diskussion stellt. Im Rahmen des Seminars erarbeiteten Studierende der Wirtschaftspädagogik und Studierende der Bildungswissenschaften in interdisziplinären Teams (bestehend aus Studierenden, Dozierenden und Lehrkräften verschiedener Fachrichtungen) wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zu ausgewählten pädagogischen Implikationen für die Gestaltung schulischer Lehr- und Lernräume. Hierbei wurden insbesondere die folgenden Themenschwerpunkte in den Blick genommen: Kooperation zwischen Schüler/innen bzw. Lehrer/innen, Inklusion, schulische Zeitgestaltung sowie Experimentieren im MINT-Unterricht. Ein Austausch mit Lehrkräften der Schule fand ebenso statt wie ein Schulbesuch und eine Abschlusspräsentation der gewonnenen Ergebnisse an der Schule.