Russland, Indien- das klingt nach exotischen Urlaubszielen, wer denkt da schon an Mathematik?
Für Timo Schönegg, Schüler der Kursstufe des Gymnasiums Überlingen und Mathe- Ass, vereinen diese Orte beides: Exotik und Mathematik.
Im vergangenen Schuljahr führten ihn seinen Reisen zu Mathematikwettbewerben um die halbe Welt. Ob in Deutschland beim „Tag der Mathematik“, in Sankt Petersburg beim internationalem Wettbewerb „ International Tournament of young Mathematicans“ oder in Lucknow, Indien, beim „Quanta“-Wettbewerb: Timo räumte die Preise ab.
Schon in der vierten Klasse nahm Timo an seinem ersten Mathematikwettbewerb teil, ein Jahr später folgte dann der erste Wettbewerb auf Bundesebene und später auch internationale Wettbewerbe.
Von den interessanten Reisezielen bekomme man allerdings nicht so viel mit, erzählt er. In Russland blieb ihm nur ein Tag zum Sightseeing, ansonsten war er mit dem Wettbewerb beschäftigt. Und die Anstrengungen wurden belohnt: Am Ende belegte das Team aus Deutschland, dem auch Timo angehörte, einen hervorragenden vierten Platz, der auf Grund der hohen Punktzahl mit der Silbermedaille belohnt wurde, zudem erhielt Timo noch einen Sonderpreis.
„Die Gruppendynamik, die Verantwortung des Einzelnen für die Gruppe und das Arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin sind neben der Mathematik besondere Erfahrungen und Kenntnisse, die ich erhalten habe“, resümiert Timo. Zudem sei das Zusammentreffen mit Gleichaltrigen anderer Nationen eine weitere wertvolle Erfahrung gewesen.
Diese Erfahrung konnte Timo auch bereits in Indien machen, als er ausgewählt wurde, zusammen mit einem Team aus Deutschland am Quanta-Wettbewerb an der größten Schule der Welt in Indien teilzunehmen. In der Kategorie Mathematik sicherten sich Timo und seine Teamkollegen einen exzellenten zweiten Platz, nachdem sie in vielen anstrengenden Runden verschiedene mathematische Fragestellungen unter Zeitdruck und vor Publikum beantwortet hatten. Damit konnte das Team aus Deutschland erstmals sogar die favorisierten Asiaten hinter sich lassen.
Insgesamt waren auch die Leistungen des siebenköpfigen Teams in den anderen Kategorien so herausragend, dass das deutsche Team den ersten Platz erreichte und mit dem Titel „Champion of Quanta 2015“ ausgezeichnet wurde. „Am Anfang konnte ich mir den Erfolg nicht im Entferntesten vorstellen“, so Timo. Durch den Wettbewerb und auch während der anschließenden Reise durch Indien konnte Timo wertvolle Eindrücke sammeln und mit der indischen Kultur vertraut werden, sein Fazit: „Nicht nur der Straßenverkehr ist ein kompletter Gegensatz zu den europäischen Normen“.
Wir wünschen Timo viel Erfolg für alle weiteren Wettbewerbe und sind gespannt, wohin ihn seine Reisen noch führen werden!
Text: Christin Nothnagel
Foto: SFZ
