„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“
Mit diesem Satz beschrieb Oscar Wilde schon im 19. Jahrhundert, was heute immer noch Realität ist. Einmal mehr bewiesen dies die Theatertage am Gymnasium Überlingen. Es kommt selten vor, dass ein Event nahezu alle Schulen im Umkreis von Überlingen verbindet. Im Jahr 2002 rief Rita Weiß die Theatertage ins Leben. So konnten bereits zum 15. Mal am 04. und 05. Oktober 2017 Theaterbegeisterte verschiedenster Klassenstufen die Kunst des Theaters erleben.
Mit einem neuen Teilnehmerrekord von 150 Schülerinnen und Schülern hätte die Gruppe unterschiedlicher nicht sein können. Sowohl langjährige Schauspieler als auch Sechstklässler, welche noch nie in ihrem Leben auf der Bühne standen, und noch viele andere galt es unter einen Hut zu bringen. Beeindruckend lösten dies die Leiter der einzelnen Kurse. Im Laufe des Events wurden die Schüler mit verschiedensten Übungen und Spielen aus der Theaterpädagogik daran gewöhnt, im Mittelpunkt zu stehen, sich in Rollen hineinzuversetzen und diese dann auszuleben. Das Endergebnis sollte ein Auftritt von einigen Minuten bei der Abschlussvorstellung in der Kreissporthalle am zweiten Nachmittag sein. Doch nicht nur einstudierte Szenen waren zu sehen. Im Gegenteil, gleich drei Kurse versuchten sich im Improvisationstheater. Spontan spielen die Schauspieler vor, was immer ihnen gerade beliebt. Eine Gruppe ließ sich sogar Gegenstände, Personen oder Orte vom Publikum nennen, welche in der folgenden Szene eine Rolle spielen mussten. Doch auch eine Palette von verschiedenen einstudierten Szenen wurde präsentiert.
So ergab sich letztendlich ein bunter Mix: Von Theater, ausgedrückt mithilfe von Tanz, über politische Themen in Form von Protest bis hin zu Stand-up- Comedy war alles vorzufinden. Beeindruckt zeigte sich die Organisatorin der Theatertage, Linda Orlowsky, als sie bewunderte, wie selbst Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen Theater mit Aussagekraft ablieferten und mit welcher Energie die Theaterbegeisterten spielten. So war die Bühne auch dieses Jahr wieder von Kunst und Leben geprägt.

Text und Fotos: Lukas Höhn (Klasse 10)