Spanischaustausch mit dem Institut Ramon de la Torre in Torredembarra
20.-27.Oktober 2015
Tag 1 – Anreise
Die Abfahrt unseres Busses zum Flughafen war für 12 Uhr geplant. Jedoch trafen wir schon, wie verabredet, alle eine halbe Stunde früher ein und – wie bestellt – hatte Jakobs Mutter für alle Mittagessen dabei und wir konnten vor unserer anstrengenden Reise noch eine Kleinigkeit essen. Viel konnten wir nicht zu uns nehmen, denn wir waren schon alle voller Vorfreude. Nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt kamen wir am Flughafen in Stuttgart an. Dort hatten wir einen anderthalbstündigen Aufenthalt, da unser Flug erst um 17.25 Uhr nach Barcelona ging. Wie geplant, landeten wir dann um 19.15 Uhr am Flughafen in Barcelona, wo wir uns ein bisschen beeilen mussten, da unser Bus, der uns nach Tarragona bringen sollte, schon bald kam. Also nahmen wir einen Shuttlebus, der uns zum Abfahrtsort des Busses bringen sollte. Trotzdem verpassten wir den Überlandbus. Doch das hatte auch etwas Positives, da Julian seinen Rucksack im Bus vergessen hatte und wir ihn noch suchen konnten. Also nahmen wir einfach den nächsten Bus. Zu guter Letzt kamen wir dann völlig übermüdet gegen 22.30 Uhr an und wurden ganz freundlich empfangen. Logischerweise wollten aber alle nur noch ins Bett, da es ein langer und anstrengender Tag war.
Moritz Dierberger
Tag 2 – Schulbesuch und Erkundung Torredembarras
Am Mittwoch, nachdem wir die erste Nacht in der Gastfamilie verbracht hatten, gingen wir morgens in die Schule unserer Austauschpartner, wo wir von der Schulleiterin willkommen geheißen wurden. Anschließend besuchten wir für zwei Stunden den Unterricht der jeweiligen Klassen. Was uns dabei am meisten überraschte, war die ständige Benutzung der Handys durch die Schüler – die Lehrer sagten nichts dagegen.
Am späten Vormittag wurden wir von einer der Gastlehrerinnen durch Torredembarra geführt. Da sie sehr langsam Spanisch sprach, verstanden wir alle ihre Ausführungen! In Torredembarra zeigte sie uns die Innenstadt und das Rathaus. Im Rathaus hielt der Vize-Bürgermeister der Stadt uns einen Vortrag über die Geschichte Torredembarras.
Mittags besuchten wir mit unseren spanischen Austauschpartnern den Strand und den Hafen, an dem eine große Menge Fische direkt am Pier schwamm.
Den Abend verbrachten wir in den Gastfamilien, in denen typischerweise sehr spät zu Abend gegessen wurde.
Julian Maier
Tag 3 – Altafulla
An unserem dritten Tag in Spanien trafen wir uns ( wie an vielen anderen Tagen auch) um 8:00 an der Schule in Torredembarra. Von dort aus liefen wir (nur die deutschen Austauschschüler) an der Küste Torredembarras nach Altafulla, eine kleine Stadt in der Nähe von Torredembarra. Auf dem Küstenweg hatten wir eine wundervolle Aussicht über das Mittelmeer und passierten den Leuchtturm von Torredembarra.
Das Wetter war – wie übrigens die ganze Woche – sehr angenehm und sonnig, was den Fußmarsch um einiges erträglicher machte. Angekommen in Altafulla, machten wir eine kurze Vesperpause am Strand, anschließend besuchten wir eine alte Ruine einer riesigen römischen Villa und erhielten einen Vortrag von einem in römischer Kleidung gekleideten jungen Mann. Wir alle mussten uns auch so kleiden, was erst unangenehm und dann doch ganz lustig war.
Nach dem Vortrag besichtigten wir noch die Stadt und fuhren anschließend mit dem Bus zurück nach Torredembarra, wo wir uns um 14:30 mit den spanischen Austauschschülern trafen. Den restlichen Tag bekamen wir frei und durften ihn nach unserer Wahl gestalten. Ein alles in allem schöner und gelungener Tag.
Maximilian Bohner
Tag 4 – Tarragona
Am dritten Tag unseres Spanischaustausches brachen wir bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein auf, um mit dem Zug in die Nachbarstadt Tarragona zu fahren. Dort gingen wir in das nationale Archäologie Museum, wo wir alte Kunst bewundern konnten und eine herrliche Aussicht über die Stadt und das Meer hatten.
Außerdem besichtigen wir die Tunnel unter der früheren Pferderennbahn und das noch gut erhaltene Kolosseum. Später schlenderten wir noch ein bisschen über die Touristenmeile und schauten uns die Kirche Santa María an. Mit dem Bus fuhren wir gegen später aus der Stadt, um dort eine Wasserbrücke – das Aquädukt de los Ferrers (auch als Pont del Diable, also Brücke des Teufels bekannt) zu besichtigen. Die Brücke ist 217 m lang und 27m hoch.
Von dort aus wanderten wir wieder nach Tarragona zurück, wobei uns bei dem Sonnenschein ganz schön heiß wurde. In kleine Grüppchen aufgeteilt hatten wir noch Freizeit, die wir in einem Shoppingcenter verbrachten. Danach stiefelten wir noch zum Hafen und bewunderten dort die Jachten.
Gegen sieben Uhr waren wir erneut in Torredembarra. Abends waren wir noch in Torredembarra eingeladen, die meterhohen Türme aus Menschen, die castells, beim Training zu besuchen.
Paula Götz
Tag 5 – Erlebnispark
Samstag, der 24. Oktober war für einige Schüler der Höhepunkt des Spanischaustausches, denn die Gasteltern hatten sich schon im Voraus darauf geeinigt, den Vergnügungspark „Port Aventura“ in der Nähe von Tarragona zu besuchen. „Port Aventura“ ist der zweitgrößte Freizeitpark Europas und feiert dieses Jahr sein 20jähriges Jubiläum, somit ist er etwa 20 Jahre nach dem größten Freizeitpark Europas, unserem Europapark in Rust, erbaut worden. Zu den vielseitigen Attraktionen von „Port Aventura“ zählt unter anderem auch die höchste Achterbahn Europas, die sehr der „Silver Star“ aus unserem Europapark ähnelt.
Wir fuhren morgens um 8 Uhr entweder mit dem Zug oder mit dem Auto zum Park. Dadurch, dass wir, obwohl es Wochenende war, zu dieser frühen Uhrzeit schon ankamen, war anfangs entsprechend wenig los und wir konnten die besten Achterbahnen gleich zu Beginn testen. Viele der dortigen Attraktionen kamen uns aus dem Europapark Rust sehr bekannt vor, aber das liegt wohl daran, dass diese genau dem Geschmack der meisten Besucher entsprechen und den größten Spaß bieten, wie wir wohl alle bestätigen können!
Der Freizeitpark schließt (den Gewohnheiten der Spanier entsprechend) erst um 22 Uhr, weshalb wir erst in tiefster Nacht mit dem Zug wieder zurück nach Torredembarra fuhren. Es wäre alles so glatt gelaufen, wenn nicht der Zugführer die Waggontüren nach 2 Sekunden wieder geschlossen hätte, sodass noch 5 Spanier und Jakob aus dem Inneren des Waggons mit ansehen mussten, wie der Zug durch Torredembarra rauschte und erst im Nachbarort wieder hielt. Dort wurden wir von den Eltern von einer der Spanierinnen netterweise abgeholt und waren schließlich nur 10 Minuten später zuhause als der Rest. Wir hatten Glück, dass wir genau in diesem Zug saßen. Wären wir mit dem nächsten Zug gefahren wären, hätten wir in Barcelona abgeholt werden müssen.
Alles in allem war der Samstag ein sehr schöner Tag, sogar für Moritz, der leider nicht mit in den Park gehen konnte. Er hat stattdessen eine Radtour gemacht und bei der Oma seiner Austauschschülerin: „Das beste Essen, das ich je in Spanien gegessen habe“ (Zitat Moritz Dierberger 24.10.2015) gegessen.
Jakob Keller
Tag 6 – Nach Lust und Laune
Sonntag! Endlich war der erste freie Tag gekommen. Wir alle hatten den gesamten Tag kein schulisches Programm und konnten gemeinsame Stunden mit unseren Gastfamilien verbringen.
Jede Familie hatte eigene Ideen, was sie mit den deutschen Schülern machen könnten. Viele Familien machten Spaziergänge durch die umliegenden Dörfer und zeigten ihren „Intercambios“ das Umfeld von Torredembarra und kochten anschließend ein großes Mittagessen. Ich ging mit meinem Austauschschüler Basketball spielen und hinterher gab es ein großes Treffen der Verwandtschaft meiner Gastfamilie, da meine Gastmutter eine „Paella Valenciana“ gekocht hatte.
Da es an diesem Tag so schönes Wetter hatte, trafen wir uns abends mit allen Schülern, die am Austausch teilnahmen, in der Innenstadt von Torredembarra und ließen den Tag gemeinsam ausklingen. Doch ich denke, das Beste an diesem Sonntag war, dass wir endlich alle verdient ausschlafen konnten.
Freddy Raible
Tag 7 – Barcelona Teil 1
Wie jeden Tag trafen wir uns um 8 Uhr morgens an der Schule in Torredembarra. Nachdem alle da waren, ging es mit den Austauschschülern zum Bahnhof, wo wir auch gar nicht lange warten mussten, bis der Zug kam, der uns nach Barcelona fuhr. Dort kamen wir um halb 11 an und bewunderten erstmal ein paar Bauwerke Gaudí: La Casa Milà und La Casa Batlló.
Dann liefen wir die ‚Ramblas‘ (eine breitere Fußgängerzone mit internationalen Geschäften) entlang und gingen in eine Kathedrale, welche sehr groß und beeindruckend war und man konnte die künstlerische Verzierung des Gebäudes bewundern. Nach weiterem Laufen, Warten und Hinsetzen kamen wir am Hafen an. Dort hatten wir 1 ¾ Stunden Freizeit, die meisten gingen shoppen. Um 16 Uhr ging es weiter mit einer unterirdischen Bahn, die uns zu dem Olympiastadion brachte. Nachdem wir uns dieses von oben angeguckt hatten, ging es weiter zu einem Aussichtspunkt, von dem man eine wunderschöne Sicht über einen Teil Barcelonas hatte. Nach ein paar Gruppenfotos liefen wir in die Stadt, wo wir nochmal 1 Stunde Freizeit verbringen durften.
Um halb 7 fuhr unser Zug nach Torredembarra ab. Die Zugfahrt war sehr aufregend, weil von außen drei Steine auf unterschiedliche Fenster im Zug geworfen wurden. Die Scheiben hatten einen großen Sprung, aber glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Sicher in Torredembarra angekommen, trennten sich die Wege, um sich noch einmal um 21Uhr zum Abschiedsessen in einer Pizzeria zu treffen. Mit manchen Eltern, die noch dazu stießen, war das ein schöner Ausklang des Tages und der gesamten Woche. Um halb 11, satt und zufrieden, packten wir im Haus der Gastfamilie den Koffer und verbrachten eine letzte Nacht in Torredembarra.
Ina Faupel & Amélie Bitzer
Tag 8 – Barcelona Teil 2 und Abreise
Am letzten Tag unserer Reise trafen wir uns um 7:45 Uhr am Bahnhof in Torredembarra. Alle spanischen Austauschschüler waren zu Verabschiedung da und unser Zug fuhr um 8:07 Uhr ab.
Es wurden einige Abschiedsfotos und Selfies geschossen, was zeigt, dass der Abschied für jeden schwer war.
Eine Stunde später kamen wir in Barcelona Sants an, dort schlossen wir unsere Koffer ein und fuhren mit der U-Bahn bis zur Station La Sagrada Família. Von dort aus liefen wir zu Fuß wir durch Barcelona und schauten uns einige wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt an, darunter die Sagrada Família von Gaudí (das Wahrzeichen der Stadt), den Triumphbogen, das Katalanische Regierungsgebäude, Barceloneta (die Hafenstadt) und den Stadtstrand sowie die Statue von Christopher Columbus. Mittags kamen wir bei einem Tapas-Restaurant am Hafen an, dort bestellten unsere Lehrerinnen einige Tapas. Wie in Spanien üblich, teilte der ganze Tisch sich diese.
Weiter ging es über die Ramblas in die Innenstadt zum Plaza de Cataluña und dort vereinbarten wir 2 Stunden Freizeit, bis wir wieder zurück zu Barcelona Sants fahren mussten, um die Koffer abzuholen.
Der Zug brachte uns zum Flughafen, wo wir ohne Probleme eincheckten. Doch als wir in der Warteschlange standen, bekam eine deutsche Schülerin einen Anruf ihrer Austauschschülerin: Einige spanische Schülerinnen wollten sich ein zweites Mal verabschieden – am Flughafen. Leider kamen sie nicht rechtzeitig, denn unsere deutsche Gruppe war zu diesem Zeitpunkt schon durch die Sicherheitskontrolle.
Um 19:35 flogen wir ab und landeten um 21:20 in Stuttgart. Auf dem Rückflug waren alle sehr müde, doch einige noch/ schon wieder fleißig: Sie bereiteten sich auf Klassenarbeiten am folgenden Tag vor!
Schließlich warteten wir auf unsere Koffer und auf unseren Bus, der uns sicher nach Überlingen brachte. Um 0:15 wurden wir dort von unseren Eltern in Empfang genommen.
Carina Raun
Fotos: Frau Metzinger.
Frau Bertsch und Frau Metzinger bedanken sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Beteiligten für eine sehr gelungene Premiere des Spanischaustauschs!
