Entgegen der Ankündigung am Freitag, 13.3.2020, fand am 16.03.2020 bereits kein regulärer Unterricht mehr statt. Schulschließung, bedingt durch Corona! Und niemand wusste so genau, was werden sollte.

 

An Tag ein und zwei nach Schulschließung, waren die Wege über Mail hoch frequentiert… Wer sicher gehen wollte, dass Material verschickt werden konnte, musst das vor 8.00 Uhr am Morgen oder nach 18.00 Uhr am Abend erledigen.

 

Dann, schon am Ende der ersten Woche der Schließung hatten alle Lehrer*innen dank des IT-Teams, bestehend aus Yannick Weislogel, Marcus Müller, Jan Bauer und des Inhabers des Grafikbüros Bernd Giesser, MS Teams installiert. Und auch alle Schüler*innen hatten Zugangsdaten bekommen.

Am Ende der zweiten Woche waren alle Schüler*innen flächendeckend über MS Teams erreichbar. Diejenigen, die kein passendes Endgerät hatten, konnten sich ein Tablet von der Schule ausleihen.

 

Und fortan war es möglich, Schüler*innen Aufgaben zu schicken, Ergebnisse von Schüler*innen zu empfangen, um sie zu korrigieren und wieder zurückzuschicken, Konferenzen anzuberaumen, mit Klassen, mit kleineren Lerngruppen, im Kollegium, mit einzelnen in Kontakt zu treten, zu erinnern, zu unterstützen usw.

Das gemeinsame Arbeiten war kreativ, vielfältig, bunt und vor allem auch kontinuierlich.

 

Schon vor den Pfingstferien begann dann wieder der Präsenzunterricht für die Abiturient*innen, vor allem in den schriftlichen Prüfungsfächern. Und auch der Unterricht für die Schüler*innen der Kursstufe I. Kolleg*innen, die nicht unterrichten konnten bzw. durften, weil sie zur Risikogruppe gehörten wurden von Fachkolleg*innen vertreten. Im Gebäude waren Hygiene- und Abstandsregeln sichtbar in Form von Handtuch-, Seifen- und Desinfektionsmittelspendern sowie Aufklebern, die Hinweise auf die Länge des nötigen Abstands gaben.

Auch Schüler*innen, deren Eltern arbeiten mussten und die eine Betreuung brauchten, waren in dieser Zeit am Vormittag konstant anwesend.

 

Und nach den Pfingstferien begann das der Präsenzunterricht im rollierenden System, d.h. es waren je nach Woche halbe Lerngruppen in den Klassenräumen im Container oder ganze Lerngruppen in der Gymnastik- und Sporthalle anwesend. Parallel dazu lief permanent das digitale Lernen, sodass die Schüler*innen dem gegebenen Rahmen entsprechend optimal beschult wurden und werden.

 

Einer Reihe von Schüler*innen kommt diese Art des Lernens – einiges digital, einige Stunden in halben Lerngruppen – sehr entgegen. Andere leiden eher darunter, weshalb in den letzten beiden Wochen der Sommerferien so genannte „Lernbrücken“ eingerichtet worden sind, um massive Lücken vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik zu schließen.

 

Gleichwohl hofft der Großteil der Schülerschaft und auch der Lehrerschaft und vermutlich auch der Eltern, dass nach den Sommerferien der schulische Betrieb wieder in einen Rhythmus und zu einer gewissen Normalität findet.