…mit der Autorin Christa Ludwig
Im Rahmen der Frederick-Wochen vom 17.-28. Oktober 2016 war die Autorin am Montag, 17.10.2016 zu Gast am Gymnasium Überlingen.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 7A hatten das Glück eine Lesung mit der Autorin Christa Ludwig zu erleben.
Die Lesungen von Christa Ludwig sind mehr als eine Lesung. Sie arbeitet mit den Zuhörerinnen und Zuhörern und führt sie spielerisch und mit Sachverstand ein in die Entstehung und Hintergründe ihrer Kinder- und Jugendromane.
Exemplarisch zeigte die Autorin an dem Jugendroman „Ein Lied für Daphnes Fohlen“, der demnächst in einer Neuauflage erscheinen wird, wie sie arbeitet.
Bereitwillig beantwortete sie am Anfang der Doppelstunde die unmittelbaren Fragen der Schülerinnen und Schüler, zeigte ihnen dann das Modell des Palastes von König Philipp von Makedonien, wie er ausgesehen haben könnte und das ihr Sohn Ferdinand vor Jahren erstellt hat. Sie machte den Schülerinnen und Schülern so deutlich, wie wichtig ihr konkrete Vorstellungen fürs Schreiben sind.
Die Idee zu ihrem Roman entstand, als sie selbst Schülerin war und zum ersten Mal in ihrem Geschichtsbuch blätterte. Die Idee ruhte dann über Jahre, nicht zuletzt, weil das Bild von Alexander des Großen, das zunächst faszinierend war, um die Facetten des Feldherrn und des aufbrausenden Mannes ergänzt worden ist.
Nach rund 30 Jahren hat die Autorin die Idee wieder aufgegriffen und zwar angestoßen durch einen Artikel, in dem es um Pferdezucht ging und mit dem Anliegen, Zwölf-/Dreizehnjährige in eine ganz andere Welt und Kultur einzuführen, zumal es auch heute noch relevant ist, wahrzunehmen, dass es ganz unterschiedliche Welten und damit Wahrnehmungen gibt.
Im Zentrum ihres Romans steht eine Flötenspielerin, die an den Hof Alexanders des Großen kommt, um dort auf der Doppelflöte zu spielen, wenn Stute und Hengst zusammenkommen, um ein Fohlen zu zeugen. Das schöne Flötenspiel bedingte – so die damalige Vorstellung – ein schönes Fohlen.
Anschaulich zeigte die Autorin, welche Qualität die Recherchearbeit hat, die das Schreiben eines Romans bedingt. Sie zeigte den Schüler/-innen Abbildungen von griechischen Gebäuden, ein Relief das Pferde und Reiter darstellt und eine Büste von Alexander dem Großen. Außerdem gab sie den Schüler/-innen Hörbeispiele, die die Suche nach einer möglichst genauen Flötenmusik der damaligen Zeit spiegelten.
Auch Quellen, denen wesentliche Aspekte der Figuren entnommen werden konnten – Philipp von Makedonien, seiner Frau und seinem Sohn Alexander, teilte die Autorin aus, lies die Schülerinnen und Schüler recherchieren, um dann zu zeigen, wie die Informationen in den Roman eingeflossen sind.
Immer wieder las die Autorin den jungen Zuhörerinnen und Zuhörer Kapitel aus ihrem Roman vor, um ihnen zu zeigen, wie das recherchierte Material in den Roman eingeflossen ist.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zu Lesung waren sehr positiv und begeistert.
Wer noch mehr über Christa Ludwig und ihre Bücher erfahren möchte, schaut am besten auf deren Homepage: www.christaludwig.net
