Latein-Exkursion der Klassen 9 des Gymnasiums Überlingen nach Rom vom 05.-10. Mai 2019

Unsere Lateinschüler der neunten Klassen unternahmen vom 05.-10. Mai 2019 ihre Exkursion in die „Ewige Stadt“. Bei teils recht kühlem, aber meist sonnigem Wetter wandelten wir auf den Spuren großer römischer Kaiser und Feldherren auf der via sacra auf dem forum Romanum, durch beeindruckende Triumphbögen, vorbei an zahlreichen Relikten großer Tempelbauten hinauf auf das Kapitol, wo einst der Tempel des Jupiter, der obersten Gottheit Roms aufragte. Inmitten der Überreste riesiger Kaiserbasiliken und Tempelanlagen konnte man erahnen, wie pompös die Römer ihre Siege über unterworfene Völker feierten. Im circus maximus oder dem amphitheatrum Flavium, das wir alle unter dem Namen Kolosseum kennen, wurden uns die Dimensionen und der Aufwand bewusst, mit dem die Herrschenden das römische Volk bei Laune hielten. Daneben durfte aber auch ein Besuch der Vatikanischen Museen mit ihren einzigartigen Sammlungen der Kunst aus Antike und Renaissance nicht fehlen. Dort herrschte ein dichtes Gedränge, aber spätestens der Blick von der riesigen Kuppel des Petersdoms entschädigte uns für alle Mühen. Ein weiteres Highlight war nach der Besichtigung der Kirche Santa Maria Maggiore direkt neben unserem Hotel der anschließende Gang zur Lateransbasilika, wo in der Krypta der einzige Papst begraben liegt, der einst beim Konstanzer Konzil auf deutschem Boden gewählt worden war. Im Anschluss ging es dann in die größte Thermenanlage des antiken Rom, in die Caracalla-Therme, wo vor 1.800 Jahren täglich 100 Sklaven bis zu 10 Tonnen Holz verbrannten, um tausenden Besuchern ein vielfältiges Wellness-Programm bieten zu können. In eine ganz andere Welt tauchten wir bei der folgenden Besichtigung der Katakomben ein, einem kilometerlangen unterirdischen Grabsystem, das den frühen Christengemeinden Roms als letzte Ruhestätte diente. Nachdem alle wieder heraus ans Tageslicht gefunden hatten, gab es noch einen Abstecher zu einer weiteren Papstbasilika, St. Paul vor den Mauern. Dort soll einst der heilige Paulus vor den Toren der Stadt hingerichtet worden sein. Alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, die wir in dieser kurzen Zeit besichtigt haben, würde noch Seiten füllen und trotzdem war das nur ein winziger Bruchteil dessen, was diese faszinierende Stadt zu bieten hat. Nicht zuletzt die professionellen Referate, die alle Lateiner vor Ort zu ihren Spezialthemen gehalten haben, trugen wesentlich zu einer gelungenen Latein-Exkursion bei. Wir konnten hautnah bestaunen, was wir im Lateinunterricht jahrelang nur aus Büchern kennengelernt hatten, und allzu schnell waren diese sechs beeindruckenden Tage in Rom wieder vorbei.