Schüler des Überlinger Gymnasiums und SFZ siegen souverän in Technik und Chemie
Zwei erste Plätze, drei dritte Plätze und drei Sonderpreise für Nachwuchsforscher des Schülerforschungszentrums

Überlingen/Friedrichshafen: Erneut haben Schülerinnen und Schüler des Überlinger Schülerforschungszentrums (SFZ) sehr erfolgreich bei Jugend forscht und seiner Juniorsparte Schüler experimentieren abgeschnitten. Beim Regionalwettbewerb vergangenes Wochenende im Dornier-Museum in Friedrichshafen haben zwei Teams mit ihren Siegen die Tickets zum Landeswettbewerb gelöst.

Im Fachbereich Technik siegten souverän Niels Fenkl (Gemeinschaftsschule Gebhard, Konstanz) und Junus Hirner (Gymnasium Überlingen). Die Schüler hatten am SFZ Überlingen zwei Roboter
entwickelt, die sich mithilfe von Infrarotlaserscannern in einer kartierten Arena selbst lokalisieren. Dabei verfolgt ein großer Roboter autonom einen kleineren mit Kugeln beladenen Roboter. Einmal im Visier des großen Roboters, manövriert sich dieser so hinter dem kleinen, dass er die Kugeln übernehmen, an einem vorgegebenen Ort ablegen und anschließend die Verfolgungsjagt erneut aufnehmen kann. Die ausgeklügelte Technik hat nicht nur die Wettbewerbsjury überzeugt. Zusätzlich zum ersten Platz erhielten die Tüftler den Sonderpreis der ZF, deren Vertreter sich sichtlich beeindruckt von den Talenten, aber auch der systematischen Arbeitsweise und dem langen Atem der Schüler zeigten.

Ein weiterer erster Preis ging im Fachbereich Chemie an den Schüler des Gymnasiums Überlingen, Robin Schönegg und Franziska von Wulffen vom Bildungszentrum Nord in Reutlingen. Das geografisch ungewöhnliche Team hatte sich bei einem Seminar zum Thema Neurobiologie kennengelernt (eine Auszeichnung des Jugend forscht-Wettbewerbs vom vergangenen Jahr) und seine Arbeit auf halber Strecke am SFZ-Standort Bad Saulgau durchgeführt: Auf Basis von modifizierten Oberflächen magnetischer Partikel haben die Nachwuchsforscher eine Methode zur Trinkwasserreinigung entwickelt.

Außerdem freuten sich die Überlinger SFZ-Schüler über weitere Platzierungen: mit einem dritten Platz im Fachbereich Technik überzeugten Johannes Hofmann und Paul Bartels (Gymnasium Überlingen) mit einem Knickgelenk-Roboter sowie Niclas Indlekofer, Jakob Nau und Jonas Mayer (Gymnasium Überlingen) mit einem ferngesteuerten Sensor-Roboter in der Juniorsparte Schüler experimentieren. Die erst 13 und 14jährigen Schüler, die sich außerdem über einen Sonderpreis freuen durften, könnten damit zu SFZ-internen Nachfolgern von Jacob Schupp, Hauke Engels (Gymnasium Überlingen) und Marcus Bolter (Jörg Zürn-Schule)werden, die bei den älteren Schülern mit einem Sonderpreis im Fachbereich Arbeitswelt für ihren Feldroboter Carbonite ausgezeichnet wurden. Ein weiterer dritter Platz ging im Fachbereich Chemie an Magalie Nothnagel und Rasha Katash (Gymnasium Überlingen) für den Eigenbau und die Untersuchung Organischer LEDs.

Mit Florian Thierer (Gymnasium Überlingen) und Klara Fauser (Staufer Gymnasium), Jonas Stuck (Gymnasium Überlingen) und Luca Scholl (Staufer Gymnasium) sowie Angelique Indlekofer, Zarah Ritter und Adrian Müller (alle Gymnasium Überlingen) haben sich außerdem drei weitere Überlinger SFZ-Teams am diesjährigen Jugend forscht-Regionalwettbewerb beteiligt.

Mit insgesamt neun teilnehmenden Teams gehörte das SFZ in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Überlingen damit zu den am stärksten vertretenen Bildungseinrichtungen und erhielt damit auch den IHK-Schulpreis.

Über den Talentförderpreis der Heinz und Giesela Friedrich-Stiftung durfte sich die Überlinger SFZ-Lehrerin Claudia Hentschel freuen, die für ihre kontinuierliche Förderung junger Nachwuchsforscher in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurde.

Für die zwei Siegerteams geht es Ende März weiter zum Landeswettbewerb nach Stuttgart Fellbach.

„Das bedeutet noch einmal eine Menge Arbeit, aber auch sehr viel Spaß und positive Aufregung“, sagt SFZ Standortleiter Lukas Locher, der sich 2015 mit seinen damaligen Schülern schon einmal über zwei Landesiege und anschließend über einen Bundessieg und einen Vizebundessieg freuen durfte.

 

(Bild: 1. Platz im Fachbereich Chemie: Robin Schönegg und Franziska von Wulffen)